Welchen Filtertyp setze ich ein? 

Zur Abtrennung von Verunreinigungen aus Flüssig-keiten können eine Vielzahl von Filterelementen eingesetzt werden, welche sich in bezug auf Filtermaterial, Rückhalterate und Schmutzaufnahme unterscheiden. Jeder Filtertyp weist deshalb eine eigene Charakteristik auf welche den Filtertyp für eine Anwendung sehr gut oder weniger gut geeignet machen. Eine kleine Hilfestellung welcher Filtertyp für Ihre spezielle Anwendung am besten geeignet ist liefern die nachfolgenden Informationen: 

Tiefenfilterkerzen mit nominalen Abscheideraten werden hauptsächlich als Vorfilter oder zur Entfernung von allgemeinen Verunreinigungen und Trübungen eingesetzt. Tiefenfilterkerzen mit absoluten Abscheide-raten finden Anwendung bei anspruchsvolleren Filtrationsprozessen und als Sicherheitsfilter oder Polizeifilter. 
Auf Grund ihrer Charakteristik sind Tiefenfilterkerzen in der Regel zur Klarifikation besser geeignet als Ober-flächenfilter wie Faltelemente, Siebe und Gewebe, welche sich eher zur Klassifikation eignen. Siebe und Gewebe lassen sich in der Regel reinigen oder rück-spülen, Tiefenfilter und Faltelemente aber nicht. 

Tiefenfilter: 

Ein Tiefenfilter soll den Schmutz nicht nur an der Oberfläche, sondern auch in seiner inneren, porösen Struktur aufnehmen (Vergleich: Wie ein Schwamm). Dabei sind die außen liegenden Filterlagen gröber, zur Abtrennung der gröberen Partikel, und die innen liegenden Filterlagen feiner für die feineren Partikel. Tiefenfilter eignen sich insbesondere dort, wo ein breites Spektrum an Verunreinigungen in bezug auf die Partikel-größe vorhanden ist und die Partikel entsprechend ihrer Größe in den verschiedenen Lagen aufgefangen werden können. Stellen sich hohe Durchsatzraten ein, weisen die Tiefenfilter jedoch hohe Druckverluste auf und können sich (wie ein Schwamm) bei zu hohen Differenz-drücken komprimieren und dadurch Partikel wieder freisetzen. Dies nennt sich dann Partikeldurchbruch. 

Faltelemente: 

Faltelemente sind im Gegensatz zu Tiefenfiltern reine Oberflächenfilter. Die Partikel sollen aufgrund der Porenfeinheit des Filtermaterials an deren Oberfläche zurückgehalten werden, nicht im Filtermaterial selber. Dabei ist das wichtigste Merkmal eines Faltelementes die Filterfläche. Die Filterfläche entspricht ungefähr dem 10-fachen der Endfilterlage eines Tiefenfilters. Endsprechend liegt der Vorteil eines Faltelementes an der besseren Durchsatzleistung bei gleichzeitig niedrigen Druckverlusten. 

Kombifilter:

Kombiniert man die guten Eigenschaften eines Tiefenfilters mit denen eines Oberflächenfilters erhält man ein Faltelement mit dickem Filtermaterial und reduzierter Anzahl von Faltungen. Zwar ist die Filterfläche dadurch entsprechend kleinerer als die eines reines Faltelementes aber dafür erhält der Filter die notwendige Tiefenfilterwirkung. Kombifilter haben gute Schmutzaufnahmekapazität und hohen Durchsatzleistung bei gleichzeitig sehr guter, absoluter Rückhalterate. 

Siebe und Gewebe:

Gröbere Verunreinigungen können mit Hilfe von Sieben und Geweben zurückgehalten werden. Insbesondere dienen Siebe und Gewebe als Schutz vor nachfolgenden Anlagenteilen wie Pumpen, Messsonden oder Düsen. Die an der Oberfläche zurückgehaltenen Verunreinigungen können wieder entfernt werden. Siebe und Gewebe besitzen leider nur geringe Schmutzaufnahmekapazität, lassen sich aber reinigen oder rückspülen und somit wiederverwendbar. 

Test